Udo W. Gottfried ist ein bildender Künstler, der in Wiesbaden lebt und arbeitet. Die Schwerpunkte seiner künstlerischen Tätigkeit sind Objekte, Malerei, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen und Performances.

 

Buchpublikation:
GO. Little Instants in the Life of an Artist.  

von Udo W. Gottfried, Monika Houck
Einführung: Dr. Peter Forster
128 Seiten, fadengeheftetes Hardcover, zweisprachig (Englisch/Deutsch)
Format 30 x 30 cm
ISBN: 978-3-00-056489-5

GO-Buch-Web

Limitierte Edition von 200 Exemplaren: 35 Euro

Sonderedition von 30 Exemplaren mit einer Originalzeichnung von Udo W. Gottfried: 150 Euro
Erhältlich ab Juni 2017 in der Buchhandlung Ihres Vertrauens.

Kurzvita

1952
geboren in Waldmichelbach/Odenwald

1976 – 1980
Studium Kommunikationsdesign, Fachhochschule Wiesbaden, Diplom

1980 – 1985
Studium Philosophie und Kunstgeschichte, Johannes-Gutenberg Universität Mainz

1993 – 1994
Lehrauftrag für Zeichnen (Assistent von Klaus Vogelgesang) an der Kunsthochschule Mainz

1998 – 2012
Dozent für künstlerisches Gestalten, Institut für Künstlerische Keramik und Glas in Höhr-Grenzhausen, Hochschule Koblenz

seit 2012
Leiter der Kulturwerkstatt, Jugendhilfezentrum Johannesstift, Wiesbaden

seit 2007
Zusammenarbeit/Ausstellungen mit Ingrid Heuser als Künstlerduo doGO

 

Kunstpreise – Stipendium

1. Preisträger für Malerei der Stadt Kirn, 1985
1. Preisträger für Malerei der Stadtwerke Wiesbaden AG, 1987
Projekt- und Arbeitsstipendium der Vitos Rheingau, Eltville, 2011

 

Arbeiten in öffentlichen Sammlungen

Kulturamt Wiesbaden, Landeszentralbank Rheinland-Pfalz,
Deutsche Bank Wiesbaden, Nassauische Sparkasse Wiesbaden,
Frankfurter Sparkasse 1822, Landesmuseum Rheinland-Pfalz,
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Wiesbadener,
Volksbank Nordenstadt, Staatskanzlei Hessen, Brita Arena Wiesbaden

 

Über Udo W. Gottfried

Das beherrschende Element im Werk von Udo W. Gottfried ist die menschliche Figur.
Das ist seine Botschaft, sonst nichts. Das klingt wenig, ist aber viel, ja ist alles. Den die menschliche Figur, das ist das Grundprinzip unseres seins. Die menschliche Figur ist Gottfried selbst, ist aber auch Sie, ich und du, wir. Die menschliche Figur sind wir alle.
Dem Künstler geht es nicht um analytische oder kritische Forderungen, sondern um die reine Lust an den Bildern. In Gottfrieds Tiegel werden private und mythische Bilder verschmolzen, persönliche Zeichen, gebunden an die individuelle Geschichte, und allgemeine Zeichen, gebunden an die Geschichte der Kunst und der Kultur. Dahinter steckt Kreativität und Schöpferkraft, dass den Impulsen seines Begehrens und seiner Lust folgt.
Seine Kunst erlaubt ihm Bilder aus unterschiedlichsten, inneren und äußeren Quellen zu beziehen und zu bearbeiten; sie eröffnen wieder die lange verpönte Lust am Schöpfertum, an der Intensität des Schaffensrausches und an den spontanen oder momentanen Erfindungen und Eingebungen.
Der Künstler ist ein Multiinstrumentalist. Er reduziert sich nicht auf ein Medium, sondern er bespielt sie alle: Malerei, Skulptur, Grafik, Keramik, Installation und die neuen Medien.
Durch all diese Gattungen mäandert sich die menschliche Figur. Selbst dort, wo die menschliche Figur nicht zu sehen ist, ist sie dennoch vorhanden, wird sie imaginiert.
Ausgangspunkte sind zumeist formale Aspekt. Das bedeutet, das der Künstler sich zuerst mit dem Wie und erst anschließend sich mit dem Was beschäftigt. Deshalb von Bedeutung, weil sowohl die Wahl des Materials als dessen anschleißende Bespielung erst die Form ausmacht. Charakteristisch ist eine durchgängige „traumwandlerische“ Leichtigkeit. Nichts wirkt schwer oder bedrückend. Dies ermöglicht seinen Figuren eine wunderbare Nähe zu entwickeln.
Holz ist in diesem Kontext von großer Bedeutung. Bei den Holzskulpturen dominiert der grobe Schnitt. Tief graben sich die Kerben in die Figuren ein. Der Linienverlauf hat etwas „roughes“, raues, aus dem sich die Gesichtszüge herausschälen. Das ganze hat schon eine stark expressive Haltung. Versuchen sie doch einmal mit der Kettensäge aus einem Holzblock weibliche Figuren zu formen. Deshalb haben wir es bei den Holzskulpturen mit männlichen Figuren zu tun. Der formale Aspekt bestimmt also den Inhalt. Dennoch finden sie genügend weibliche Wesen im Werk von Gottfried, allerdings in anderen Medien. Allein über seine Verhältnis zur Fläche, über das Spiel mit Figur und Grund könnten wir einen halben Vormittag reden, überlassen das aber lieber zukünftigen Besprechungen.

(Dr. Peter Forster, Museum Wiesbaden, 2013)

Gespräch bei der Ausstellung in der Städtischen Galerie Tuttlingen

Gespräch bei der Ausstellung in der Städtischen Galerie Tuttlingen

Ausstellungen (Auswahl)

Einzelausstellung (E) – Gruppenausstellung (G) – Katalog (K)

1983
23. Jahresausstellung der Darmstädter Sezession, Darmstadt, Wien, Düsseldorf (G/K), Wilhelm-Dröscher Haus, Kirn (G/K)

1986
Krankheit und Tod, Rauminstallation, ehemalige Nerotalklinik, Wiesbaden (G/K), Dominikanerkloster, Frankfurt am Main (G/K)

1988
Kunststation Kleinsassen, Kleinsassen (G/K), Galerie Stolanova, Wiesbaden (E)

1989
Fundort Wiesbaden, Kunsthaus Wiesbaden (G/K), Stadtoper, Kunstsommer Wiesbaden, Installation im Stadtgebiet Wiesbaden (G/K)

1990
Trienale, Museum für Kunsthandwerk, Frankfurt am Main (G/K), ART Frankfurt, Galerie am Luxemburgplatz (Wiesbaden) (E/K), ART Hamburg, Büchergilde Gutenberg (G), Galerie Rebeka, Ljubiljana, ehem. Jugoslawien (G)

1991
Galerie am Luxemburgplatz, Wiesbaden (E/K), Galerie Bellevue-Saal, Wiesbaden (E/K), ART Frankfurt, Galerie am Luxemburgplatz (Wiesbaden) (E)

1992
Zwischenzeit, Audio-Video-Installation, Kunsthaus Wiesbaden (G/K)

1993
Galerie Bauer, Kastellaun (G)

1994
Kunst im Wasserturm, Darmstadt (G), HESSIALE 94, Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Wiesbaden (G/K)

1995
Kunst im Weinberg, Wiesbaden (G/K), Kunst bei ProSieben, München (G/K), Zusammenkunst, Produzentengalerie Wiesbaden, Nassauischer Kunstverein Wiesbaden (G)

1996
Kunst in der Naspa, Zentrale der Nassauischen Sparkasse, Wiesbaden (E), still-leben, Rauminstallation und Performance (mit Christopher Tarnow), Kunsthaus Wiesbaden (G)

1997
Museum im Wehener Schloss, Taunusstein-Wehen (E), Keramion, Keramikmuseum Frechen, (G/K), Zeitgleich, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Wiesbaden (G), Kommunale Galerie, Schlangenbad (E)

1998
Kloster Johannisberg, Johannisberg im Rheingau (G), Keramische Fläche, Keramikmuseum Westerwald, Höhr-Grenzhausen (G/K)

1999
Vogelfrei III, Inszenierte Gärten, Darmstadt (G/K), Stadthalle Bad Schwalbach (E), Hessische Landesvertretung, Gästehaus Bonn (G)

2001
Kopf an Kopf, StadtRaumBegegnung (mit Detlef Karsten), Wiesbaden, das Fliegen in meinem Bauch…, Galerie Thalhaus, Wiesbaden (E)

2002
SägeWerkTage in Trossingen, Installationen und Holzskulpturen, Trossingen (G), Kunst in der Deponie, Holzskulpturen, Rhein-Main Deponie, Flörsheim-Wicker (G), Gangart, Skulpturen und Installationen, Bischofsheim (G/K)

2003
Basarland, VULKAN-Galerie, Mainz (G), BODEN, Kunstaktion espressoBAR, VULKAN-Galerie, Mainz (G), …wenn Frauen Hirsche stemmen …, Galerie C. Weber, Wiesbaden (E),

2004
Stühle, Künstlerverein Walkmühle, Wiesbaden (G), pas de deux (mit Nabo Gass), Schloss Burgau, Düren (G/K)

2005
Kunst im KlärWerk, Installationen, Mainz-Kostheim (G), Airport ConferenceCenter im Flughafen Frankfurt (mit ED BAGA), Frankfurt am Main

2006
RaumGreifendes, Arbeiten der letzten Zeit, Rathaus-Foyer, Wiesbaden (E), kleine Welten, Atelier & Espace Photographique, Montreux, Schweiz (E), Wasser, Künstlerverein Walkmühle, Wiesbaden (G), REISEanDENKEN, (mit Katja von Puttkamer), Kunstverein Bellevue-Saal, Wiesbaden (G)

2007
ohne Titel, Museum im Wehener Schloss, Taunusstein (E), du bist die Welt, Galerie Altes Rathaus Musberg, Leinfelden-Echterdingen, Stuttgart (E)

2008
Kunst im Souterrain, DoGo mit Ingrid Heuser, Wiesbaden, the big five, Performance mit A. Schweppe, C. Wörl und A. Bausch, Künstlerverein Walkmühle, Wiesbaden, Fluchten, Performance mit Axel Schweppe und Christine Wörl im Künstlerverein Walkmühle, Wiesbaden, „wenn ich an dich denke“, Galerie Mainzer Kunst, Mainz (E)

2009
„Heimat“, Symposium in Trossingen (G), Galerie Michael Draheim in Wiesbaden (mit dem Maler Wolf Mirus) (G)

2010
ART KARLSRUHE, Galerie Draheim (G), „Lustvoll“, Annenkapelle in Görlitz (G), KUNSTMOLE, Skulpturen (G), Schiersteiner Hafen, 1. WIESBADEN ARTFAIR, Markkeller Wiesbaden (G), Zeitzeichen, Kunst in der Stadt, Wiesbaden (G) (K)

2011
Ausstellung der Gründungsmitglieder, Kunstverein Bellevue-Saal, Wiesbaden (G), Bauverein AG, Treffpunkt Kunst, Darmstadt (G), Stipendium der Vitos Rheingau, Eltville

2012
wenn ich treibe finde ich, Kunstforum Mainturm, Flörsheim am Main, (E), SCHWARZUNDWEISS, Expressionismus, Kunst nach 1945, Galerie & Kunsthandel DRAHEIM (G), Galerie Cerny + Partner, Wiesbaden, gemeinsam mit Klaus Lomnitzer (G)

2013
wenn ich mich erinnere…, Galerie der Stadt Tuttlingen (E), Texte, Töne & Tableaus, Kulturfestival im Künstlerverein Walkmühle, Wiesbaden (G)

2014
KickART, Kunsthalle Kempten (G) (K)

2014
„Im Anfang ist das Spiel“, Künstlerverein Walkmühle, Wiesbaden (G) (K)

2015
REVISITED, 10 Künstler aus der Naspa-Kunstsammlung, Nassauische Sparkasse Wiesbaden (G) (K)
landing, Performance, Bergkirche in Wiesbaden
wischyouwerhier, temporärere Kunstraum Röderstrasse, Wiesbaden (E)

2016
12+1, Installation, Bergkirche in Wiesbaden (E)